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Software-Wegweiser

Eine kurze kommentierte Zusammenstellung hilfreicher Software. Ein großer Teil der genannten Programme ist kostenlos erhältlich und kann über die verlinkten Seiten direkt heruntergeladen werden. Außerdem können Sie sich über Vergünstigungen für Studierende der Uni Bonn informieren.

Office-Anwendungen

  • OpenOffice und LibreOffice sind kostenlose Office-Pakete, in denen Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware, Zeichenprogramm und Datenbank enthalten sind. Die Pakete haben eine gemeinsame Vergangenheit und werden seit 2010 getrennt weiterentwickelt. Beide Varianten sind sich noch ähnlich, wobei LibreOffice bislang aktiver weiterentwickelt wurde. Ein großer Vorteil ist das transparente und standardkonforme Format, in dem Dateien abgespeichert werden. So bleiben sie dauerhaft brauchbar und sind leicht weiterzuverarbeiten. Außerdem laufen die Pakete auf fast allen gebräuchlichen Computersystemen - inklusive Linux und Mac. Eine gute Anleitung zum Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten gibt es bei Werner Roth. Umfangreiche Anleitungen gibt es z.B. in der OpenOffice.org-Wiki und in der Dokumentation von LibreOffice.
  • Studierende oder Lehrende, die gerne das marktführende Microsoft Office nutzen wollen, erhalten Microsoft Office 365 derzeit kostenlos. Mit deutschem/EU-Datenschutz ist die Anwendung dieses Angebots in vielen Fällen wahrscheinlich nicht vereinbar. Forschungs- und Personendaten sollten damit nicht bearbeitet werden. Weitere Informationen dazu gibt es beim Rechenzentrum. Versionen ohne Zwang zu fremder Einsicht in die bearbeiteten Daten (z.B. Office 2013/2016/2019) sind nicht offiziell rabattiert, aber vorzuziehen. (Institute können (und sollten) weiterhin Volumenlizenzen aus dem Select-Vertrag beschaffen.)
  • Zum Erzeugen von PDF-Dateien (wichtig insbesondere für die Übergabe von Druckvorlagen, Haus- und Abschlussarbeiten) reicht häufig kostenlose Software. Die eingebauten PDF-Funktionen von OpenOffice, LibreOffice und diversen Betriebssystemen sollten, sofern anwendbar, genutzt werden. Unter Windows benötigen Sie oft weitere Software. Eine kostenlose Lösung, die auch die Nachbearbeitung von PDF-Dateien zulässt, ist der PDF24 Creator. Auf Nachbearbeitung spezialisiert ist PDFsam (Artikel auf heise open). Es läuft auch auf Mac und Linux.
    Wenn Sie ein Programm wie PDF24-Creator installiert haben, erstellen Sie PDF-Dateien aus beliebigen Anwendungen mit Druckfunktion. Sie "Drucken" das Dokument und wählen dabei Ihre PDF-Software als Drucker. Sie werden nach dem gewünschten Speicherort gefragt, und das Dokument wird erstellt.
    Wenn mehr Präzision, erweiterte Möglichkeiten zur Erfassung und Nachbearbeitung und kleinere Dateien gefragt sind, ist wahrscheinlich Adobe Acrobat nötig. Den gibt es bei vielen Händlern oder direkt bei Adobe mit starken Rabatten für Studierende und Lehrende. Anders als bei vielen anderen Adobe-Produkten ist ein Kauf ohne Abo (noch) möglich. Der Adobe (früher: Acrobat) Reader ist natürlich kostenlos erhältlich.

Online-Sprachkurse

Derzeit gibt es eine Campuslizenz für das "Interaktive Sprachlernprogramm Rosetta Stone" (kostenlos für Studierende/Mitglieder der Uni Bonn!)

Vorlagen

Logos und Vorlagen im Corporate Design der Uni Bonn können nur im Intranet heruntergeladen werden. Dazu müssen Sie sich im Netz der Uni Bonn befinden. Mit dem VPN-Client (s.u.) kommen Sie auch außerhalb der Universität und der angeschlossenen Wohnheime in dieses Netz:

VPN-Client

Zur WLAN-Nutzung und um auch von Außerhalb auf Dienste zugreifen zu können, die nur im Universitätsnetz angeboten werden, brauchen Sie einen VPN-Client, den Sie beim HRZ mit Ihrer Nutzerkennung herunterladen können. Empfehlenswerte Zugangsart: AnyConnect-Client. Das erleichtert in den meisten Fällen die Installation deutlich. Sie rufen einfach die entsprechende Adresse auf - je nachdem ob Sie sich von Zuhause oder an der Uni per WLAN verbinden wollen. Die Installation erfolgt dann automatisch (es gibt einige Rückfragen). Das funktioniert in den meisten Fällen auch unter Linux sehr unkompliziert. Mit dieser Methode können Sie z.B. viele wissenschaftliche Zeitschriften auch von außerhalb des Uni-Netzes kostenlos lesen.

Datenschutz und Sicherheit

  • Auf Windows-Systemen ist die Verwendung einer Antivirus-Software dringend zu empfehlen. Für Studierende und Mitarbeiter der Universität Bonn (mit Nutzerkennung) sind für private Nutzung die Virenscanner von McAfee und Sophos über das Hochschulrechenzentrum kostenlos erhältlich (nicht für Institute!). Insbesondere für die Nutzung außerhalb des Universitätsnetzes ist dabei die Software von McAffee leichter zu installieren und zu verwalten. Microsofts kostenloser "Defender" (seit Windows 8 standardmäßig enthalten, vorher als Security Essentials kostenlos erhältlich) ist aber in vielen Szenarien nicht schlechter. Viele Virenscanner, die für Privatpersonen kostenlos sind, dürfen auf Rechnern der Uni nur nach Erwerb einer Lizenz installiert werden.
  • Datenschutz bei der Nutzung des WWW ist problematisch. Rechnen Sie grundsätzlich damit, dass Ihre Aktivitäten verfolgt und analysiert werden (in der Regel zu Werbezwecken). Wenn Sie etwas dagegen tun möchten, setzen Sie sich zunächst mit Cookies auseinander und finden Sie heraus wie man sie bei Ihrem Browser löscht oder ihre Lebensdauer auf eine Sitzung begrenzt. Das ist allerdings nicht genug. Für Firefox-Nutzer gibt es momentan die größte Auswahl an Add-ons, die beim Datenschutz helfen. Insbesondere das automatische Unterbinden von Verfolgungsmethoden jenseits konventionieller Cookies war in der Vergangenheit immer wieder am komfortabelsten mit Firefox-Add-Ons möglich. Mittlerweile ist vieles davon direkt in Firefox eingebaut.
    Wirkliche Anonymität wird durch diese Methoden nicht einmal angestrebt. Sie schützen lediglich davor, dass Ihr Surfverhalten für eine Vielzahl von Akteuren weitgehend transparent ist und wahrscheinlich mit geringem Aufwand mit Ihren persönlichen Daten verbunden werden kann. Für den Versuch einer wirklichen Anonymisierung Ihrer Kommunikation sind weitere Kenntnisse und Werkzeuge nötig. Hervorzuheben ist das Tor-Projekt, dessen grundsätzliche Funktionsweise allerdings vor der Anwendung unbedingt verstanden worden sein muss.
  • E-Mails können auf ihrem Weg durch das Netz sehr einfach eingesehen werden. Ein großer Teil des E-Mail-Verkehrs wird wahrscheinlich analysiert. Die Metadaten (z.B.: Absender, Empfänger, Betreffzeile, beteiligte Mailserver, benutzte Software und Geräte etc.) lassen sich systembedingt nur sehr schlecht oder gar nicht schützen. Die Inhalte (also Text und Anhänge) können verschlüsselt werden. Das erfordert allerdings etwas Einarbeitung und schließt einige Anbieter und Zugangsarten aus. Außerdem müssen alle Kommunikationspartner die gleiche Methode zur Verschlüsselung einsetzen. Die gebräuchlichsten Methoden sind S/MIME und PGP. PGP hat den Vorteil, dass keine Abhängigkeit zu einem Anbieter besteht, der vertrauenswürdig sein muss und oft Kosten verursacht. Eine relativ einfache Möglichkeit zur Nutzung von PGP wird hier beschrieben. Informationen zur Einrichtung von S/MIME finden Sie zum Beispiel hier.
  • Wenn Sie Ihr Wissen über Datensicherheit verbessern möchten, erkundigen Sie sich nach Cryptoparties in Ihrer Region. Dort bekommen Sie Informationen, und Ihnen wird bei der Einrichtung der Sicherheitsmechanismen geholfen.

Literaturverwaltung / Projektverwaltung für wissenschaftliches Schreiben / E-Books

  • Citavi bietet eine sehr hilfreiche Unterstützung in verschiedenen Phasen des wissenschaftlichen Schreibens. Mit der generell kostenlosen Version lassen sich Projekte mit über 100 Einträgen in der Literaturdatenbank nicht erweitern. Studierende und Mitarbeiter der Uni Bonn erhalten hier kostenlos eine Lizenz für die uneingeschränkte Pro-Version.
  • Zotero ist eine generell kostenlose Alternative, die als Add-On für Firefox installiert werden kann, aber auf vielen Systemen auch unabhängig von diesem läuft. Allerdings ist Zotero weniger umfangreich und weniger am deutschen Sprachraum orientiert als Citavi. Ein Vorteil ist die gute Cloud-Anbindung: Solange Sie mit dem Internet verbunden sind, können Sie auf jedem Rechner - egal ob Windows, Linux oder Mac - jederzeit auf den aktuellen Stand Ihrer Literaturdatenbank zugreifen.
  • Zum Verwalten von E-Books und verschiedenen E-Book-Readern eignet sich das kostenlose Calibre. Das Konvertieren von E-Books zwischen verschiedenen offenen (nicht DRM-/kopiergeschützten) Formaten (z.B. EPUB und Amazons .mobi-Format) ist einfach und funktioniert meist sehr gut. Darüber hinaus können Artikel aus einer Vielzahl von Nachrichtenangeboten und Zeitschriften automatisch heruntergeladen und für das bevorzugte Lesegerät konvertiert werden. E-Books können auch ohne Lesegerät direkt am Bildschirm gelesen werden. Die Software läuft auf Windows, Mac und Linux.

Internet

  • Browser: Auf Windows-Systemen ist der für den Zugriff auf das World Wide Web mitgelieferte Internet Explorer häufig nicht die beste Lösung. Sicherheitsaspekte, eine häufig als effizienter empfundene Bedienung und eine hervorragende Erweiterbarkeit sprechen für den kostenlos erhältlichen Mozilla Firefox. Qualität und Anzahl von Firefox-Erweiterungen (Add-ons) sind momentan unerreicht. Als weitere Alternative zum Internet Explorer bietet sich Opera an. Opera ist meist schneller als Firefox und läuft besonders auf älteren Systemen besser. Außerdem unter Umständen empfehlenswert: Der sehr schnelle und moderne Browser Google Chrome (für Linux meist einfacher als das Derivat "Chromium" verfügbar). Komfort wird dort aber klar über Datenschutz gestellt. Wer Apples Mac-Browser Safari auch unter Windows benutzen möchte, bekommt ihn hier. Eine innovative Alternative ist auch Vivaldi.
  • E-Mail: Wenn Sie eine E-Mail-Software verwenden möchten, ist, insbesondere in Verbindung mit dem sehr brauchbaren IMAP-Zugang der Uni Bonn, Thunderbird eine kostenlose, sichere und stabile Lösung. Vorteile gegenüber dem Webmailer sind z.B. die sehr gute Suchfunktion und die Möglichkeit, Mails durch einfaches Verschieben in die "Lokalen Ordner" auf Ihrem Computer zu archivieren, wenn online der Platz knapp wird. Außerdem können Sie mit allen Mails, Einstellungen und Adressbüchern problemlos zwischen Windows- Linux- und Mac-Systemen umziehen. Mailverschlüsselung ist hier relativ einfach einzurichten.
  • Cloud: Mit einer gültigen Uni-ID ist die kostenlose Nutzung von Sciebo möglich. Sciebo ist nicht kommerziell, unterliegt deutschem Datenschutz und wird an drei Standorten in NRW betrieben - auch in Bonn. Zugriff ist über den Webbrowser oder Clients für alle gängigen Betriebssysteme und Apps für IOS und Android möglich. Von Beginn an stehen 30 GB zur Verfügung. Unter bestimmten Bedingungen kann der Platz stark erweitert werden.

Fotos / Grafik / Layout / Design

  • Die Produkte von Adobe (zu denen auch die ehemaligen Produkte von Macromedia gehören) wie PhotoShop, Indesign, Flash, Dreamweaver etc. werden mittlerweile nur noch in einem Abo-Modell vergünstigt angeboten. Die Rabatte für Studierende sind dabei relativ groß. Eine der wenigen Ausnahmen ist Acrobat. Dieses Produkt kann noch regulär (auch mit Studierenden-Rabatt) bei vielen Händlern gekauft werden. Informationen gibt es direkt bei Adobe. Kommerzielle Alternativen zu einigen Adobe-Produkten mit ähnlichen Zielgruppen werden derzeit z.B. sehr aktiv von Serif unter der Marke Affinity entwickelt (Tipp: Newsletter beziehen oder auf Social-Media folgen - es gibt immer wieder Sales, bei denen die lebenslangen Lizenzen deutlich günstiger angeboten werden).
  • Eine kostenlose Alternative zu Photoshop ist GIMP. Das Programm läuft auf fast allen gebräuchlichen Betriebssystemen.
  • Ein kostenloses Layoutprogramm, das permanent besser wird und schon erste Alleinstellungsmerkmale hat, ist Scribus. Einfach die "latest stable"-Version für das verwendete System (Windows/Linux/Mac) herunterladen. Gegebenenfalls werden noch zusätzliche Komponenten benötigt. Die Installation ist nicht immer einfach. Unter Windows wird für einige sehr interessante Funktionen Ghostscript benötigt.
  • Wenn große Mengen Fotos effizient verarbeitet, verändert und konvertiert werden sollen, ist IrfanView (nur für Windows) eine gute Lösung. Hier ist allerdings eine gewisse Einarbeitungszeit nötig. Eine Alternative zu IrfanView ist XnView. Großer Vorteil: Es gibt auch Versionen für MacOS X und Linux.

Mind Mapping / Business Mapping

Sowohl für das Lernen als auch für Teambesprechungen (Gruppenreferate!), Brainstormings, Vorlesungsmitschriften und Organigramme sind Mind Maps / Business Maps ein sehr hilfreiches Werkzeug. Im Bereich der kommerziellen Software ist MindManager von Mindjet weit verbreitet. Eine stark vergünstigte Version für Studierende gibt es bei vielen Händlern. Kostenlos erhältlich und auf fast allen gebräuchlichen Systemen lauffähig ist Freemind. Eine weitere kommerzielle Software mit kostenloser Basisversion ist XMind.

Werkzeuge

Packprogramme sollen mehrere Dateien in eine packen oder Dateien aus einem so entstandenen "Archiv" wieder auspacken. Beim Packen werden die Dateien meist zusätzlich noch verkleinert. Das hilft zum Beispiel, wenn Dateien via E-Mail verschickt werden sollen. Am bekanntesten ist das ZIP-Format. Mac und gängige Linux-Distributionen sind schon lange damit ausgestattet. Bei Windows ist ab Windows XP zwar eine ZIP-Funktion eingebaut, aber sie ist relativ fehleranfällig und nicht besonders effizient. Ein gutes kostenloses Packprogramm, das alle gängigen Formate (inkl. rar) unterstützt, ist 7zip. Es eignet sich auch für Sicherheitskopien von Ordnern, die sich aufgrund zu langer Dateinamen nicht anders sichern lassen. Außerdem lassen sich Daten während des Packens sicher verschlüsseln, was zum Beispiel praktisch ist, wenn Sie Ihrem Online-Speicherplatz ("Cloud") nicht trauen. Eine Alternative mit sehr vielen unterstützten Formaten ist PeaZip.

Linux

Für den Einstieg in Linux gibt es unzählige Optionen. Am häufigsten wird momentan Ubuntu oder das darauf basierende Linux Mint gewählt. Wenn die vorhandene Hardware (Computer mit allen enthaltenen Komponenten, Drucker, Scanner etc.) unterstützt wird, ist eine Linux-Installation mittlerweile viel schneller erledigt als eine Windows-Installation. Der zunehmend schwierige Umgang mit Abos und Lizenzen entfällt meist völlig. Oft sind standardmäßig alle benötigten Programme (inklusive Libre/OpenOffice) von Anfang an installiert. Die Frage woher Sie Ihre Software bekommen stellt sich meist nicht, da Sie auf umfangreiche Repositorien zugreifen, die zentral durchsucht werden können (bedingt vergleichbar mit App-Marketplaces oder Stores). Updates kommen im Normalfall auch zentral, so dass Sie beim Systemstart nicht von unzähligen Updatewünschen verschiedener Programme begrüßt werden. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie oft problemlos Ihre komplette Installation auf einen völlig anderen Computer kopieren können.

Eine empfehlenswerte Vorgehensweise für Ubuntu: Laden Sie die aktuelle Version herunter und erstellen Sie gemäß der Anleitung (auf der Download-Seite) eine Installations-CD oder einen USB-Speicherstick. Sie können Ubuntu dann direkt von diesem Medium aus starten ohne es zu installieren. Der Computer wird zunächst nicht verändert. Jetzt können Sie ausprobieren, ob Ubuntu auf Ihrem Computer und mit Ihrer Hardware funktioniert. Sie können das System dann jederzeit auf Ihrem Computer installieren oder Ihre Versuche abbrechen. Hier ist eine geführte Tour - direkt im Browser.

Bei Fragen gibt es viele hilfreiche Anlaufpunkte. Für deutschsprachige Ubuntu-Unterstützung ist ubuntuusers.de hervorzuheben.

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