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Zentren der Philosophischen Fakultät

Bonn Center for Dependency and Slavery Studies

The interdisciplinary and comparative Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) will implement a comprehensive and lasting research network which focuses on the agency of individuals as well as groups within asymmetrical structures of dependency generated by social orders. Different forms of dependencies, which can be situated on a continuum ranging from slavery to freedom, have existed throughout human history around the entire world. It was only in the Western hemisphere (in the form of Atlantic slavery) that a coherent type of slavery legally sanctioned by the state emerged as the basis for a number of empires, a type of slavery that simultaneously shaped the economies of the emerging nations of the "West" – including its colonies. The topic of Atlantic Slavery has given rise to a particularly thriving research field in the USA. Since the 1960s, a vast field of research has developed around Atlantic slavery in the US, as well as in other historiographies (such as Brazil). These activities have had an immense impact on contemporary slavery research. Nevertheless, in other major regions of the world (such as the Arab world, China, India, Central Asia, Siberia, the region around the Indian Ocean and the Pacific and pre-Columbian America), various forms of slavery have existed with unique legal rules. Although these forms of slavery partly still exist today, they have never existed in the compact way that is characteristic of slavery in the Western hemisphere; therefore, they were easily hidden by being embedded within local cultural or religious codes. The global field of dependency/slavery research requires an expansion towards the Eastern hemisphere, Africa and pre-Columbian America. This will not only significantly broaden the international debate, but will also make it possible to record the specific developments within these regions for the first time. In addition to closing major research gaps of the field, the Bonn Center for Dependency and Slavery Studies (BCDSS) will also provide new information that can help to stimulate the international scientific debate on the topic of dependency and slavery.

Bonner Asienzentrum (BAZ)

Die Gründung des BAZ im März 2008 erfolgte mit dem Ziel, ein Kompetenzzentrum auf dem Gebiet der asienbezogenen Forschung und Lehre an der Universität Bonn zu etablieren. Damit akzentuiert das BAZ die Forschungsorientierung der Universität im Rahmen des Schwerpunktverbundes „Asienwissenschaft“ und fördert die Internationalität ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten. Als Knotenpunkt universitärer Kompetenzen im Bereich Asien dient das BAZ zudem dazu, die politischen, ökonomischen, kulturellen und rechtlichen Entwicklungen in asiatischen Gesellschaften interdisziplinär zu erfassen und den Fachbereichen der Universität als Forschungsgegenstand zu vermitteln. Im Mittelpunkt der Aktivitäten des BAZ steht die gemeinsame Erforschung der politischen, ökonomischen, kulturellen und rechtlichen Entwicklungen in asiatischen Gesellschaften des 20. Und 21. Jahrhunderts.

Bonner Mittelalter- Zentrum (BMZ)

Das BMZ, in dem Vertreter aus sieben Instituten mitarbeiten, dient der interdisziplinären Mittelalterforschung und hat folgende Schwerpunkte: (1) Edition, Rezeption, Kommentierung: Erschließung und Interpretation mittelalterlicher Schriftendenkmäler. (2) Gesellschaftsformen, Kommunikation und Herrschaft: Gesellschaftlicher und kultureller Wandel. (3) Formierung und Tradierung von Wissensbeständen (kulturelles Gedächtnis). (4) Mittelalter im regionalen und interkulturellen Vergleich. Es werden Projekte zur mittelalterlichen Geschichte, den Sprachen des Mittelalters, den mittelalterlichen Literaturen, der Kunst und Philosophie im Mittelalter, der Rechtsgeschichte, der Theologie und anderem durchgeführt.

Center for Global Studies (CGS)

Im Zentrum der Forschungsarbeiten des Center for Global Studies (CGS) stehen politische, gesellschaftliche und kulturelle Auswirkungen der wirtschaftlichen und technologischen Globalisierung sowie das damit verbundene Phänomen der globalen Machtverschiebungen im 21. Jahrhundert. Dabei liegt der Fokus der Forschung des CGS auf unterschiedlichen Ausprägungen der Globalität der Gesellschaften in den verschiedenen Weltregionen. Aus den Perspektiven der Politikwissenschaft, der Soziologie und der Kulturwissenschaften werden die unterschiedlichen Ausprägungen und Formationen der Globalität in Asien, Europa, Amerika, Afrika und Australien-Ozeanien interdisziplinär untersucht. Insbesondere sollen im Rahmen des Forschungszentrums die noch immer realgeschichtlichen Disparitäten, Asymmetrien und Widersprüche, welche die Prozesse wachsender Globalität in den verschiedenen Regionen und Kulturkreisen charakterisieren, systematisch reflektiert, sinnstiftend interpretiert und kulturübergreifend verglichen werden.

Centre for the Classical Tradition (CCT)

Das CCT ist ein Forschungszentrum, in dem die griechisch-römische Antike und ihre Rezeption bis zur Gegenwart untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen demgemäß alle Aspekte der europäischen Sprachen und Literaturen sowie der Geschichte und Kunst, die mittelbar oder unmittelbar auf die griechische und lateinische Antike zurückgehen. Der Begriff ‚Classical Tradition‘ wird dabei als Basis verstanden, auf der wesentliche Leistungen der europäisch geprägten Kulturen beruhen. Der Schwerpunkt der Forschungen soll daher nicht nur auf den klasssischen Elementen liegen, sondern auch auf der Rezeption und Weiterentwicklung des antiken Erbes vom Mittelalter über die Frühe Neuzeit bis in die Moderne. Der Einfluss der griechisch-römischen und frühchristlichen antiken Kultur auf die europäische Geistesgeschichte ist auch im 21. Jahrhundert noch in vielen Bereichen der Wissenschaft sowie des täglichen Lebens offenkundig und wirksam. 

Zentrum für Alternskulturen (ZAK)

Die Tradition der Alternsforschung an der Universität Bonn reicht von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart. Sie ist in besonderer Weise mit dem Namen Hans Thomae und Ursula Lehr verbunden. Vor allem Georg Rudinger und seine Mitarbeiter haben deren gerontologische Pionierleistungen durch die Mitarbeit an einer Reihe von Forschungsprojekten fortgeführt, von denen beispielhaft einige genannt seien: (1) Bonner Längsstudie des Alterns (BOLSA), (2) Cross European Longitudinal Study of Ageing (EXCELSA), (3) Interdisziplinäre Langzeit-Studie des Erwachsenenalters (ILSE), (4) Bild des Alter(n)s und Sozialstruktur (BIAS), (5) Alter und Technik (ALTEC). Die in Bonn vorhandenen Einrichtungen mit ihrer Tradition in Fragen zur Alternsforschung und die nachgewiesene wissenschaftliche Kompetenz legen es nahe, Forschungsvorhaben zu Alter und Altern an der Universität Bonn zu bündeln.

Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM)

Das ZEM ist eine zentrale Einrichtung unter der Verantwortung des Rektorats der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Es wurde 1999 gegründet. Neben zahlreichen Forschungsaktivitäten in den Bereichen Evaluation, Qualitätssicherung, Umfragen und Statistik besteht die Hauptsaufgabe des ZEM in der Durchführung der Evaluations- und Qualitätssicherungsmaßnahmen an der Universität Bonn. Das ZEM bietet somit Service für Universität und Fakultäten im Bereich der Qualitätssicherung und Evaluation, betreibt grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung mit Partnern aus dem außeruniversitären Umfeld und bietet seit dem Sommersemester 2008 den gebührenpflichtigen Weiterbildungsstudiengang Evaluation an.

Zentrum für Historische Grundlagen der Gegenwart (ZHGG)

Das Zentrum dient der gemeinsamen und interdisziplinären Forschung zu den historischen Grundlagen der Gegenwart des 18. Und 19. Jahrhunderts. Unter der Beteiligung Instituts für Politische Wissenschaft und Soziologie, der Abteilung Japanologie am Institut für Orient- und Asienwissenschaften und des Instituts für öffentliches Recht werden die folgenden Forschungsfelder untersucht: (1) Veränderung des Gewaltmonopols des Staates sowie Ausgestaltung der Beziehungen der Staaten untereinander, (2) Veränderung der tradierten ökonomischen und gesellschaftlichen Systeme, (3) Wandel der öffentlichen Meinung, der Willensbildung der Parteien und der parlamentarischen Entscheidungsprozesse, (4) Auswirkungen der Veränderung auf das friedliche Mit- und Nebeneinander der Völker.

Zentrum für Kulturwissenschaft (ZfKW)

Das Zentrum für Kulturwissenschaft wird von FachvertreterInnen aus sechs Instituten gebildet. Es schafft zwischen diesen unterschiedlichen Standorten institutionelle Querverbindungen und soll auf deren Grundlage die jeweiligen kulturwissenschaftlichen Interessen in Forschung und Lehre miteinander vernetzen und fördern. Dabei bestimmt sich der zugrunde gelegte Kulturbegriff nicht in einer spezifischen programmatischen Ausrichtung von Kulturwissenschaft oder ‚Cultural Studies‘; vielmehr versteht sich das Zentrum als eine interdisziplinäre Unternehmung, die die auch jeweils fachbezogenen unterschiedlichen Kulturbegriffe in einen produktiven Dialog bringen will.

Bonner Zentrum für Transkulturelle Narratologie (BZTN)

Ein Fokus des im Sommer 2010 offiziell von der Universitätsleitung eingerichteten Bonner Zentrums für Transkulturelle Narratologie (BZTN) liegt auf der Herausarbeitung und Analyse narrativer Strukturen in „nicht-abendländischen“, in der Regel ‚vormodernen’ Texten. Die von uns in den Vordergrund der Betrachtung gerückten „nicht-abendländischen“, d.h. i.d.R. nicht in den „großen“ europäischen Sprachen verfassten Texte werden nicht auf ihre Faktizität, ihre philologischen Feinheiten oder ihre ereignisgeschichtlichen Aussagen hin untersucht, sondern es wird den Fragen nachgegangen, wie die Erzähltechniken der Quellen aussehen und was wir aus den Texten mittels der narrativen Strukturen über die „mentalen (emotionalen und kognitiven, unbewussten und bewussten) Operationen, durch die die Erfahrung von Zeit im Medium der Erinnerung zu Orientierungen der Lebenspraxis verarbeitet wird”, erfahren können. Die Spannbreite des von uns untersuchten Materials reicht von chinesischen, japanischen, mongolischen, ägyptischen und tibetischen bis zu sanskritischen, aramäischen, hebräischen, arabischen, persischen, hethitischen und oralen Texten. Aber auch alter/native Texte aus den großen europäischen Sprachen werden berücksichtigt.

Internationales Zentrum für Philosophie NRW

Das Internationale Zentrum für Philosophie wurde im Jahre 2008 gegründet. Tragende Stützen sind drei Universitätseinrichtungen von internationalem Renommee, die künftig unter einem Dach zusammenarbeiten sollen: Das Institut für Philosophie, das Institut für Wissenschaft und Ethik sowie das Deutsche Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften. Ziel des neuen Zentrums ist unter anderem, Forschung und Lehre im Fach Philosophie noch besser als bislang international zu vernetzen. Insbesondere sollen künftig renommierte ausländische Wissenschaftler die Gelegenheit erhalten, über einen längeren Zeitraum in Nordrhein-Westfalen zu forschen.

Transfakultäre Zentren der Philosophischen Fakultät

Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI)

Das Zentrum für Europäische Integrationsforschung (ZEI) befasst sich mit unbewältigten Fragen der europäischen Integration und der Rolle Europas in der Welt. Dem Gründungsauftrag für das ZEI liegen das Bonn-Berlin-Gesetz und ein Beschluss des Senats der Universität Bonn zugrunde. Das ZEI verbindet Forschung, Beratung und postgraduale Weiterbildung in politikwissenschaftlicher, rechtswissenschaftlicher und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive. Das ZEI besteht seit 1995 und organisiert seine Arbeit derzeit unter zwei Fragestellungen: (1) Regieren und Regulieren in der Europäischen Union und (2) weltweit vergleichende Regionalintegration.

Zentrum für Religion und Gesellschaft  (ZERG)

Das ZERG wurde am 12. Juli 2005 an der Universität Bonn gegründet. Es handelt sich um eine fakultätsübergreifende Einrichtung, die sich zum Ziel gesetzt hat, die an der Universität Bonn in diesem Bereich bereits vorhandenen Exzellenzen zu bündeln und auf die Fragestellung "Religion und Gesellschaft" hin zu fokussieren. Das ZERG vereint somit die Forschungsgebiete von derzeit mehr als 30 Mitgliedern (Professoren, Hochschul- und Privatdozenten) der Evangelischen-Theologischen, der Katholisch-Theologischen, der Medizinischen, der Philosophischen und der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät sowie des Altkatholischen Seminars.

Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF)

Das Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) ist eine international und interdisziplinär ausgerichtete Forschungseinrichtung, die 1995 gegründet wurde und Ende 1997 ihre wissenschaftliche Arbeit aufgenommen hat. Die Forschungsaktivitäten des ZEF sind um drei Kernbereiche angelegt: wirtschaftliche Entwicklung und technologischer Wandel, Ökologie und Management natürlicher Resourcen, und politischer und kultureller Wandel.

Interdisziplinäres Lateinamerikazentrum (ILZ)

Seit seiner Gründung in 2004 fördert das ILZ den wissenschaftlichen Dialog und die interdisziplinäre Kooperation zwischen den Wissenschaftlern und Instituten an der Universität Bonn. Darüber hinaus unterhält das ILZ Kooperationen und Projekte mit Universitäten mit regionalwissenschaftlichem Bezug vor allem in NRW. Der interdisziplinäre und transdisziplinäre Ansatz des ILZ wird von der Entwicklung innovativer methodischer und konzeptioneller Ansätze begleitet, die über das Portfolio disziplinärer Herangehensweisen hinausgehen. Die Übersetzungsleistungen des ILZ erlauben es natur-, sozial- und geisteswissenschaftliche Perspektiven
zusammenzudenken und damit die Wechselwirkungen zwischen Mensch, Technik und Natur zu untersuchen.

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