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Stipendien, Förderangebote

Begabtenförderungswerke

In Deutschland gibt es 11 Begabtenförderungswerke, die an Doktorandinnen und Doktoranden zweijährige (bis maximal dreijährige) Stipendien vergeben. Im einzelnen handelt es sich um die folgenden Stiftungen:

Die Stiftungen haben unterschiedliche Voraussetzungen für die Gewährung von Stipendien. Ihnen ist jedoch gemeinsam, dass sie neben fachlichen und persönlichen Aspekten auch Wert auf politisches, gesellschaftliches, kirchliches oder soziales Engagement legen. Die Förderungswerke erwarten von ihren Stipendiaten zudem, dass sie an der Arbeit der Stiftung interessiert sind und aktiv daran teilnehmen. Mit Ausnahme der Studienstiftung des Deutschen Volkes (Vorschlag durch einen Hochschullehrer/eine Hochschullehrerin) ist eine Selbstbewerbung üblich. Kurzbeschreibungen sowie Bewerbungsvoraussetzungen und -verfahren der einzelnen Stiftungen finden Sie unter www.begabtenfoerderungswerke.de oder in der vom BMBF herausgegebenen Broschüre (PDF)

Vertrauensdozentinnen und -dozenten

An den einzelnen Hochschulen werden die Stiftungen durch Vertrauensdozentinnen und -dozenten vertreten. Zur Zeit sind dies innerhalb der Philosophischen Fakultät:

  • Cusanuswerk: Prof. Dr. Chr. Horn
  • Evangelisches Studienwerk Villigst: Prof. Dr. G. Bader/Evangelisch-Theologische Fakultät
  • Friedrich-Ebert-Stiftung: PD Dr. Gunther Hirschfelder, Prof. Dr. K. Niclauß
  • Friedrich-Naumann-Stiftung: Prof. Dr. J. Scholtyseck, Prof. Dr. E. Weede
  • Hans-Böckler-Stiftung: Prof. Dr. A. Kuhn
  • Hanns-Seidel-Stiftung: Dr. H. Beck/Universität Köln
  • Heinrich-Böll-Stiftung: Prof. Dr. A. Pangritz/Evangelisch-Theologische Fakultät
  • Konrad-Adenauer-Stiftung: Prof. Dr. G. Schulz
  • Stiftung der Deutschen Wirtschaft: Prof. Dr. W.-H. Roth/Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät
  • Studienstiftung des Deutschen Volkes: Prof. Dr. P. Geyer, Prof. Dr. W.-D. Lange, Prof. Dr. M. Lanzinner, Prof. Dr. Th. A. Schmitz, Prof. Dr. Stuhlmann-Laeisz

 

Private Stiftungen

Neben den staatlichen Stiftungen existiert auch eine Vielzahl privater Stiftungen, die Stipendien vergeben. Die privaten Stiftungen fördern hauptsächlich Themen, die sich mit dem Schwerpunkt der Stiftung befassen. Neben der thematischen Orientierung können aber auch andere Aspekte wie der Hochschulort oder die Hochschule, der Geburts- oder Wohnort des Bewerbers o.Ä. eine Förderung begründen. Einen guten Überblick über die forschungsfördernden Institutionen bietet die Seite des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Stipendien für ausländische Promovierende und Auslandsaufenthalte

Der Deutsche Akademische Austauschdienst ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen und wohl die bekannteste Förderstelle für ausländische Hochschulabsolventinnen und -absolventen, die zu einem Forschungsaufenthalt nach Deutschland kommen. Aber auch Deutsche, die im Ausland Forschungsvorhaben durchführen wollen, die im Zusammenhang mit ihrer Dissertation stehen, können beim DAAD Stipendien beantragen. Druckkostenzuschüsse für Veröffentlichungen der Stipendiaten werden vom DAAD ebenfalls gezahlt.

Graduiertenkollegs

Innerhalb von Graduiertenkollegs werden Promovendinnen und Promovenden durch Stipendien gefördert. In diesen befristeten Einrichtungen besteht die Möglichkeit, ihre Dissertation im Rahmen eines koordinierten, von mehreren Hochschullehrern getragenen Forschungsprogramms zu erstellen. 

Förderung nach der Promotion / Postdoktorandenstipendien

Nach Abschluss der Promotion besteht die Möglichkeit, sich um weitere Formen der Förderung zu bemühen. Das Spektrum der angebotenen Maßnahmen reicht hier von der Übernahme der Reisekosten für einen Forschungsaufenthalt im Ausland über die Finanzierung eines ein- bis zweijährigen Forschungsprojekts bis zu einem Habilitationsstipendium. In vielen Fällen gibt es für die Bewerbung eine Altershöchstgrenze und eine Maximalfrist, die zwischen dem Abschluss der Promotion und der Bewerbung liegen darf. Ebenso spielen in der Regel das Ergebnis der Promotion sowie weitere wissenschaftliche Qualifikationen eine große Rolle für den Erfolg der Antragstellung.

Förderung von Forschungsprojekten durch Vollzeitstipendien

Neben themenoffenen Forschungsstipendien existieren es auch eine Reihe von themenorientierten Förderprogrammen. Für den Bereich der Geisteswissenschaften sind dies insbesondere:

  • Die Gerda Henkel Stiftung  -  Gefördert werden insbesondere Forschungsvorhaben der Geschichtswissenschaften, der Ur- und Frühgeschichte, der Archäologie, der Kunstgeschichte und der Historischen Islamwissenschaft.
  • Die Hans Böckler Stiftung  -  Der thematische Schwerpunkt liegt auf Zusammenhängen von Arbeitswelt und Gesellschaft.
  • Die Stiftung für Romantik-Forschung  -  Die Stiftung fördert wissenschaftliche und literarisch-künstlerische Projekte, die die Epoche der Romantik (1770-1820) und/oder deren Bezüge zur Gegenwart zum Inhalt haben.
  • Das Herder-Institut  -  Das Institut vergibt Forschungsstipendien an (insbesondere auch ausländische) Wissenschaftler, die sich der Erforschung der Länder und Völker im östlichen Mitteleuropa (Polen, Tschechien, Slowakei, Baltische Staaten) unter besonderer Berücksichtigung der Geschichte der historischen deutschen Ostgebiete und der deutschen Siedlungsgebiete in Ostmitteleuropa widmen.

Auslandsstipendien für Promovierte

  • Forschungsstipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes
    Der DAAD fördert nach der Promotion weiterqualifizierende Forschungsaufenthalte im Ausland und vermittelt (oftmals kurzfristiger angelegte) Forschungsstipendien an ausländischen Universitäten und Forschungsinstitutionen.
  • Die Alexander von Humboldt-Stiftung bietet im Rahmen des Feodor Lynen-Programms Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern die Möglichkeit, langfristige Forschungsvorhaben (ein bis vier Jahre) an ausländischen Instituten durchzuführen.
  • Die Südosteuropa-Gesellschaft vergibt Stipendien zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Bereich der geistes-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Südosteuropa-Forschung. 
  • Die Fulbright-Kommission vergibt Reisestipendien an promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen Lehr- oder Forschungsaufenthalt in den USA planen, und finanziert in geringem Umfang auch Forschungsprojekte aus dem Bereich der amerikanischen Geschichte, Kultur oder Zivilisation.

Die Durchführung von Forschungsvorhaben auf der Grundlage von Postdoktorandenstipendien bilden bei der DFG wiederum eine Voraussetzung für die Bewerbung um weiterführende Förderungsmöglichkeiten, etwa für die Leitung einer Nachwuchsgruppe im Rahmen des Emmy Noether-Programms. Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich auf Mitarbeiter- oder Postdoc-Stellen in koordinierten Forschungsprojekten (Graduiertenkollegs, SFBs etc.) zu bewerben. Einen Überblick über die jeweils aktuell ausgeschriebenen Stellen bietet "academics - Das Karriereportal ".

Sprachförderung

Die Universität Bonn stellt Promovendinnen und Promovenden aus dem Ausland zahlreiche (meist kostenpflichtige) Angebote bereit, um ihre deutschen Sprachkenntnisse weiter zu vertiefen.

Förderangebote

Das von der Universität Bonn initiierte Projekt "Pro-Motion"-/Pro-Buddy-Programm vermittelt und intensiviert Kontakte zwischen deutschen und ausländischen Doktorandinnen und Doktoranden.

Das von der Gleichstellungsbeauftragten der Universität Bonn getragene Doktorandinnen-Netzwerk und Mentoring-Programm bietet Promovendinnen Möglichkeiten der wechselseitigen Vernetzung und weitergehenden Betreuung. Es initiiert individuelle Beratungsbeziehungen zwischen einer erfahrenen Wissenschaftlerin oder einem erfahrenen Wissenschaftler und einer Nachwuchswissenschaftlerin, umfasst begleitende Workshops und Fortbildungsveranstaltungen und organisiert den fakultätsübergreifenden Austausch unter den Doktorandinnen.

 

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