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Leitfaden zur Anerkennung von Zivilgesellschaftlichem Engagement

Grundsätzliches

Im Zuge der Reakkreditierung der Bachelorstudiengänge hat die Philosophische Fakultät der Universität Bonn 2012 beschlossen, neben fachnahen berufspraktischen Erfahrungen im Rahmen des Bachelor-Optionalbereichs auch Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements mit Leistungspunkten anzuerkennen. Hierzu gehören grundsätzlich alle ehrenamtlichen Tätigkeiten im weiteren Feld des sozialen und kulturellen Engagements, aber auch zusätzliche ehrenamtliche Aktivitäten an der Universität selbst. Mit der Anerkennung solchen Engagements im Umfang von 6 Leistungspunkten (ECTS) im Bachelor-Optionalbereich möchte die Philosophische Fakultät der Universität Bonn die vielfältigen und gesellschaftlich sehr bedeutenden Formen ehrenamtlicher Tätigkeiten honorieren und fördern.

Beispiele

Im Anerkennungsverfahren muss von den Antragstellern sowie von der Fakultät beachtet werden, dass wie bei anderen praktischen Tätigkeiten auch ein für das Studium gewinnbringender Bezug erkennbar wird. Die entscheidende Frage, die in diesem Zusammenhang beantwortet werden muss, ist: Diente oder dient die ehrenamtliche Tätigkeit, im weitesten Sinne, dem Erwerb berufsfördernder fachlicher oder fachunspezifischer zusätzlicher Kompetenzen (v.a. Soft Skills)? So kann z.B. in der Bewertung eines entsprechenden Antrags geprüft werden, inwieweit die jeweilige Tätigkeit bzw. die spezifische Form des zivilgesellschaftlichen Engagements die Möglichkeit bot, fachliche und/oder fachunspezifische Kompetenzen anzuwenden und/oder zu vertiefen. Es kann ebenso geprüft werden, in welchem Maß diese Tätigkeit die Anwendung und Festigung von Schlüsselkompetenzen ermöglichte und förderte (z.B. Argumentation, Konfliktbewältigung, Zeitmanagement u.v.m.).
Einige Beispiele zivilgesellschaftlichen Engagements, die sich für eine Anerkennung im Optionalbereich eignen: Ehrenamtliche konzeptionelle und organisatorische Arbeit in sozialen und kulturellen Vereinen und Verbänden; Engagement in studentischen Kulturgruppen der Universität; Betreuungstätigkeiten für behinderte Studierende u.v.m.
Die Tätigkeit soll mindestens über einen Zeitraum von 6 Monaten ausgeführt worden sein. Es ist dabei zu beachten, dass die bloße Mitgliedschaft in Vereinen und Verbänden eine Anerkennung von 6 Leistungspunkten im Optionalbereich nicht rechtfertigt. Es geht hier um die Honorierung aktiven zivilgesellschaftlichen Engagements.

Antragsstellung und Antragsbescheidung

Der Antrag auf Anerkennung zivilgesellschaftlichen Engagements wird formlos unter Beifügung eines Dokuments, das Art und zeitlichen Umfang der ehrenamtlichen Tätigkeit zertifiziert, an das Prüfungsbüro der Philosophischen Fakultät gestellt (als Geschäftsstelle des Prüfungsausschusses). Im Prüfungsbüro wird der Antrag zunächst vom Referenten für Studien- und Prüfungsorganisation, Dr. Stefan Plasa, inhaltlich geprüft. In Rückkopplung mit Fachvertretern sowie dem Studiendekan wird entschieden, ob die Tätigkeit den oben beschriebenen Ansprüchen genügt. Im Fall der Genehmigung werden im Rahmen des Bachelor-Optionalbereichs 6 Leistungspunkte verbucht. Ein zusätzlicher Vermerk kennzeichnet, um welche Tätigkeit es sich handelte. Die Zertifizierung des Engagements ist somit Teil der Leistungsdokumentation des Bachelorstudiums. Der Antragsteller wird über die Entscheidung schließlich schriftlich informiert. Im Fall einer Ablehnung des Antrags wird der Beschlussmitteilung eine schlüssige Begründung beigefügt.

 

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