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Master-Studiengang "Kulturanthropologie/Volkskunde"

Titel des Studiengangs Kulturanthropologie/Volkskunde
Abschluss Master of Arts
Studienbeginn Wintersemester und Sommersemester
Regelstudienzeit 4 Semester
Bewerbungsfrist Wintersemester 2017/18: 08.05.-31.05.2017.
Zulassungsbeschränkung Nein

Kurzbeschreibung des Studiengangs

Der Masterstudiengang Kulturanthropologie/Volkskunde wird von den Abteilungen Kulturanthropologie/Volkskunde und Altamerikanistik/Ethnologie angeboten. Bundesweit handelt es sich dabei um den einzigen MA-Studiengang der Kulturanthropologie bzw. Ethnologie, in dem ein Grundlagenmodul vom europäisch-ethnologischen und dem stärker außereuropäisch orientierten Fach gemeinsam angeboten wird. In den Wahlpflichtbereichen besteht die Möglichkeit, lokale kulturelle Prozesse in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive wie auch in vergleichend transnationaler Perspektive kulturelle Prozesse in Europa, Lateinamerika und Südostasien zu studieren.

Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende mit einem Bachelor-Abschluss in den Fächern Kulturanthropologie/Volkskunde, Altamerikanistik/Ethnologie, Europäische Ethnologie, Empirische Kulturwissenschaft oder an Studierende, die kulturanthropologische oder ethnologische Module im Umfang von mindestens 36 LP erworben haben.

Der Masterstudiengang vertieft und erweitert die Kenntnisse der empirischen Kulturanalyse alltäglicher Lebenswelten in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive. Die Studierenden lernen den sicheren Umgang mit ethnographischen und historischen Methoden auf der Basis umfassender kulturtheoretischer Kenntnisse. Die Studierenden erweitern ihre Fähigkeiten des disziplinär übergreifenden, selbständigen und forschungsorientierten Denkens.

Der Studiengang vermittelt insbesondere Kompetenzen, um Regionen in ihren komplexen sozialen Zusammenhängen und ihrer kulturellen Vielfältigkeit vor dem Hintergrund überregionaler, translokaler und globaler Vernetzungen zu erforschen und zu beschreiben. Ausgangspunkt zur Vermittlung dieser Kompetenzen ist die lokalräumliche Fokussierung auf die Region des Rheinlandes als Kontakt-, Transit- und Vermittlungsraum. Hierauf aufbauend bietet der Masterstudiengang die einzigartige Möglichkeit, sich im Verlauf des Studiums wahlweise in Richtung jeweils global eingebundener lokaler oder transnationaler kultureller Prozesse zu spezialisieren.

Der Masterstudiengang bietet ein praxisnahes Studium durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Museen sowie die Einbindung von "Praktikern" aus der Museumsarbeit und angewandten Forschung in das Studienangebot. Ziel ist es, dass die Studierenden Fragestellungen zu alltagskulturellen Prozessen und Performanzen der Vergangenheit und Gegenwart selbständig analytisch klären und Ergebnisse Ihrer Forschung vermittlungsorientiert aufbereiten können, wie es z.B. in der selbständigen Planung und Durchführung von Projekten benötigt wird.

Das Masterstudium der Kulturanthropologie/Volkskunde ist in Module mit einer Abschlussprüfung pro Modul gegliedert. Im ersten Abschnitt des Studiums werden die kulturtheoretischen und methodischen Kenntnisse der Kulturanthropologie/Volkskunde vertieft. Bereits ab der Mitte des Studienverlaufs bietet der Masterstudiengang mit den Modulen "Regionalstudien Rheinland" und "Transregionale Studien" zum einen die Möglichkeit, den eigenen Interessen zu folgen und sich in Richtung global eingebundener regionalspezifischer oder transkontinentaler kultureller Prozesse zu spezialisieren. Zum zweiten bietet das Praktikums-Modul frühzeitig Freiräume und Anreize zur praktischen beruflichen Orientierung. Das Projektmodul bietet die Möglichkeit, diese erweiterten Kenntnisse unter Anleitung in einem praxisbezogenen Lernforschungsprojekt ergebnisorientiert umzusetzen. Diese praktischen Erfahrungen bieten damit die optimalen Voraussetzungen, um im Anschluss das Studium mit einem umfassenderen eigenen Forschungsprojekt, das in der Maserarbeit mündet, erfolgreich abzuschließen.

Exemplarischer Studienaufbau

In jedem Profilbereich (entweder Profilbereich A „Regionalstudien Rheinland“ oder B „Transregionale Studien“) müssen 3 Module (insgesamt 30 LP) belegt werden. Studierende, die kein Profil anstreben, haben freie Kombinationswahl und müssen dabei insgesamt 30 LP erwerben. Die Module werden mind. einmal im Studienjahr angeboten.

1. Studienjahr
Pflichtmodule (50 LP)
Modul 1: Kulturelle Repräsentationen
Modul 2: Methoden und Theorien der Kulturforschung
Modul 3: Praktikum
Modul 4: Dynamiken kultureller Räume

Wahlpflichtbereich (10 LP)
Profilbereich A „Regionalstudien Rheinland“
Modul 5: Lokal-Global: regionalspezifische Kulturen
(weitere Optionen: z.B. Landschafts-geschichte) Profilbereich B „Transregionale Studien“
Modul 5: Südostasien: Entwicklung in einer globalisierten Welt
(weitere Optionen: z.B. Indigene Gesellschaften (Latein-) Amerikas; Kulturelle Dynamiken in Lateinamerika)


2. Studienjahr:
Pflichtmodule (10 LP)
Modul 6: Projektmodul

Wahlpflichtbereich (20 LP)
Profilbereich A „Regionalstudien Rheinland“
Modul 7: Vertiefungsmodul Rheinische Landesgeschichte I
Modul 8: Rheinische Sprachforschung
(weitere Optionen: z.B. Vertiefungsmodul Rheinische Landesgeschichte II)
Profilbereich B „Transregionale Studien“
Modul 7: Ethnologie Südostasiens
Modul 8: Philosophie des interkulturellen und interreligiösen Dialogs am Beispiel der indigenen Kosmosvisionen und philosophischen Entwürfe Lateinamerikas

Sowie die Masterarbeit (30 LP)

Zugangsvoraussetzungen und studiengangspezifische Anforderungen

Zum Masterstudiengang „M.A. Kulturanthropologie/Volkskunde“ können folgende Bewerber zum Wintersemester zugelassen werden:

  • Absolventen/innen der Universität Bonn, die den Bachelorstudiengang in "Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft" mit dem Profil Kulturanthropologie/Volkskunde, in den Kernfächern „Altamerikanistik/Ethnologie“, „Lateinamerika- und Altamerikastudien“, oder in den Zwei-Fach Bachelorstudiengängen oder Begleitfächern „Altamerikanistik und Ethnologie“ und „Südostasienwissenschaften“ abgeschlossen haben;
  • Absolventen/innen anderer Studiengänge der Universität Bonn, die ethnologische oder kulturanthropologische Module im Umfang von mindestens 36 LP studiert haben;
  • Absolventen/innen anderer in- und ausländischer Hochschulen, die einen ersten berufs-qualifizierenden Hochschulabschluss in einem kulturanthropologischen oder ethnologischen Studiengang erworben bzw. kulturanthropologische oder ethnologische Module im Umfang von mindestens 36 LP studiert haben;
  • Absolventen/innen, die einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss in den Fächern „Europäische Ethnologie/Volkskunde“, „Kulturanthropologie“, „Ethnologie“, „Kulturwissenschaften“ oder „Geschichte“ erworben haben;
  • Bewerber, die erst im Semester der Bewerbung einen der o.g. Studiengänge abschließen werden, sofern sie mindestens 132 LP erreicht haben. Solche Bewerber können zugelassen werden, wenn sie bis zum 30. September bzw. 31. März das Zeugnis über das abgeschlossene Studium nachreichen.

 

Empfehlungen

Empfohlen werden Kenntnisse des Englischen auf dem Niveau von mindestens drei schulischen Lernjahren (Niveau A2), Kenntnisse einer weiteren modernen Fremdsprache und/oder Lateinkenntnisse.

 

Die vollständigen und verbindlichen Detailinformationen zu den Zugangsvoraussetzungen entnehmen Sie bitte der Prüfungsordnung.

Ansprechpartner in Studiengangsfragen

Valeska Flor, M.A.
Abteilung für Kulturanthropologie/Volkskunde
Am Hofgraten 22| 3. OG (R. 3.003)
Telefon 0049 (0) 228 73 5017
E-Mail [Email protection active, please enable JavaScript.]
Sprechzeiten nach Vereinbarung

Andrea Graf, M.A.
Abteilung für Kulturanthropologie/Volkskunde
Am Hofgraten 22| 3. OG (R. 3.001)
Telefon 0049 (0) 228 73 7629
E-Mail [Email protection active, please enable JavaScript.]
Sprechzeiten nach Vereinbarung

Ansprechpartner bei Fragen zum Bewerbungsverfahren

Universität Bonn
Philosophische Fakultät
Prüfungsbüro
Am Hof 1
53113 Bonn
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