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Master-Studiengang "Kulturanthropologie/Volkskunde"

Titel des Studiengangs Kulturanthropologie/Volkskunde (Umbenennung geplant)
Abschluss Master of Arts
Studienbeginn Wintersemester und Sommersemester
Regelstudienzeit 4 Semester
Bewerbungsfrist

Wintersemester 2018/19: 27.08.-03.09.2018

Zulassungsbeschränkung Nein

Kurzbeschreibung des Studiengangs

 

Der Masterstudiengang Volkskunde/ Kulturanthropologie (Umbenennung geplant in Transkulturelle Studien/Kulturanthropologie) wird von den Abteilungen Kulturanthropologie und Altamerikanistik/Ethnologie angeboten. Bundesweit handelt es sich dabei um den einzigen Masterstudiengang, den die beiden Fächer Kulturanthropologie und Ethnologie gemeinsam anbieten. Sowohl in den Pflichtmodulen „Methoden und Theorien der Kulturanthropologien“ und „Dialoge: Forschungsfelder der Kulturanthropologien“, aber vor allem auch in den Wahlpflichtmodulen besteht somit die Möglichkeit, lokale und transnationale kulturelle Prozesse in Europa, Lateinamerika und Südostasien sowohl in historischer als auch gegenwartsorientierter Perspektive zu studieren.

Der Masterstudiengang richtet sich an Studierende mit einem Bachelorabschluss in den Fächern Kulturanthropologie, Europäische Ethnologie, Empirische Kulturwissenschaft, Volkskunde, Altamerikanistik/Ethnologie oder an Studierende, die kulturanthropologische und/oder ethnologische Module im Umfang von mindestens 24 LP erworben haben (s. fachspezifische Zugangsvoraussetzungen in der Prüfungsordnung).


Der Masterstudiengang vertieft und erweitert die Kenntnisse der empirischen Kulturanalyse alltäglicher Lebenswelten globalisierter Gesellschaften in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive. Die Studierenden lernen den sicheren Umgang mit ethnographischen und historischen Methoden auf der Basis umfassender kulturtheoretischer Kenntnisse. Sie erweitern dabei ihre Fähigkeiten des disziplinär übergreifenden, selbstständigen und forschungsorientierten Denkens. Der Studiengang vermittelt die notwendigen Kompetenzen, um Regionen in ihren komplexen lokalen Systemen und ihrer kulturellen Diversität vor dem Hintergrund überregionaler, translokaler und globaler Vernetzungen erforschen und beschreiben zu können.

Der Masterstudiengang bietet ein praxisnahes Studium: Zum einen durch ein zweisemestriges Lehrforschungsprojekt (verankert im Pflichtmodul „Dynamiken kultureller Räume“), zum anderen durch die enge Zusammenarbeit mit regionalen Museen und die Einbindung von "Praktiker*innen" aus der angewandten Forschung in das Studienangebot. Ziel ist es, dass die Studierenden Fragestellungen zu alltagskulturellen Prozessen und Performanzen der Vergangenheit und Gegenwart selbstständig analytisch klären und Ergebnisse Ihrer Forschung vermittlungsorientiert aufbereiten können, wie es z.B. in der eigenständigen Planung und Durchführung von Projekten benötigt wird.


Das Masterstudium der Transkulturellen Studien/Kulturanthropologie ist in fünf Pflichtmodule (insgesamt 60 LP) und ein Wahlpflichtbereich (drei Module á 10 LP; insgesamt 30 LP) mit jeweils einer Abschlussprüfung pro Modul (z.B. Hausarbeit, Studienprojekt, Portfolio, Protokoll, Klausur) gegliedert. Im ersten Abschnitt des Studiums werden die kulturtheoretischen und methodischen Kenntnisse der Kulturanthropologie – über die Pflichtmodule „Kulturelle Repräsentationen“, „Methoden und Theorien der Kulturanthropologie“ und „Dialoge: Forschungsfelder der Kulturanthropologien“ – vertieft und im Lehrforschungsprojekt (Pflichtmodul „Dynamiken kultureller Räume“) praktisch erprobt. Das Lehrforschungsprojekt beginnt immer im Wintersemester und wird inhaltlich jeweils neu ausgerichtet. An dieser Stelle können die bisherigen Projekte eingesehen werden: https://www.kulturanthropologie.uni-bonn.de/forschung/lehrforschungsprojekte (Stand: März 2018). Die Module des Wahlpflichtbereiches, die sowohl im ersten als auch im zweiten Jahr des Masterstudiengangs belegt werden können, ermöglichen es den Studierenden, entweder zwischen den beiden Profilen "Regionalstudien" und "Transregionale Studien" zu wählen oder (auch) „ohne Profil“ zu studieren. Grundsätzlich haben die Studierenden die Option, den eigenen Interessen zu folgen und sich in Richtung global eingebundener regionalspezifischer oder transkontinentaler kultureller Prozesse zu spezialisieren. Darüber hinaus gibt das Wahlpflichtmodul „Praktikum“ frühzeitig Freiräume und Anreize zur praktischen beruflichen Orientierung. Das Pflichtmodul „Forschungswerkstatt“ bietet abschließend im zweiten Abschnitt des Studiums die Möglichkeit, diese erweiterten Kenntnisse unter Anleitung zu einem praxisbezogenen Masterarbeitsprojekt ergebnisorientiert auszuarbeiten. Die praktischen und theoretischen Erfahrungen des gesamten Studiums ergeben damit die optimalen Voraussetzungen, um das Studium mit einem umfassenderen eigenen Forschungsprojekt, das im Projektmodul vorbereitet wird und in der Maserarbeit mündet, erfolgreich abzuschließen.

Exemplarischer Studienaufbau

 

Der Masterstudiengang Transkulturelle Studien/Kulturanthropologie ist in einen Pflichtbereich und einen Wahlpflichtbereich (Profilbereich) unterteilt. In jedem Profilbereich (entweder Profilbereich A „Regionalstudien“ oder B „Transregionale Studien“) müssen 3 Module (insgesamt 30 LP) belegt werden. Studierende, die kein Profil anstreben, haben freie Kombinationswahl und müssen dabei insgesamt 30 LP erwerben. Die Module werden mind. einmal im Studienjahr angeboten.

Pflichtbereich (60 LP)

- Kulturelle Repräsentationen (15 LP)

- Methoden und Theorien der Kulturanthropologien (15 LP)

- Dialoge: Forschungsfelder der Kulturanthropologien (10 LP)

- Dynamiken kultureller Räume (10 LP)

- Forschungswerkstatt (10 LP)

 

Wahlpflichtbereich (30 LP, jeweils 10 LP)

Profilbereich A „Regionalstudien“

- Lokal-Global: Regionalspezifische Kulturen (Kulturanthropologie),

- Fachpraxis Praktikum (Betreuung Kulturanthropologie),

- Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie, Epochen und Räume (Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie),

- Umwelt- und Landschaftsgeschichte (Geographie),

- Vertiefungsmodul Frühe Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte I (Geschichte),

- Vertiefungsmodul Frühe Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte II (Geschichte),

- Rheinische Sprachforschung (Germanistik),

- Kulturphilosophie (Arbeitsbereich Philosophie und Theorie der Religionen).

 

Profilbereich B „Transregionale Studien“

- Fachpraxis Praktikum (Betreuung Kulturanthropologie),

- Ethnologie Südostasiens (Südostasienwissenschaften),

- Südostasien: Entwicklung in einer globalisierten Welt (Südostasienwissenschaften),

- Ethnologie Südostasiens (Südostasienwissenschaft),

- Kulturelle Dynamiken in Lateinamerika/Cultural Anthropology of the Americas (Altamerikanistik),

- Indigene Gesellschaften (Latein)Amerikas/Indigenous Societies of (Latin)America (Altamerikanistik),

- Literatur- und Ideengeschichte der islamischen Welt (Import Arbeitsbereich Philosophie und Theorie der Religionen),

- Processes and Practices of Popular Culture (Import North American Studies).

 

Masterarbeit (30 LP)

Zugangsvoraussetzungen und studiengangspezifische Anforderungen

Der konsekutive Masterstudiengang „Transkulturelle Studien/Kulturanthropologie“ richtet sich an Bewerber*innen, die als Zugangsvoraussetzung einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss in den Fächern Europäische Ethnologie, Volkskunde, Empirische Kulturwissenschaft, Sozial- und Kulturanthropologie, Ethnologie, Historische Anthropologie, Soziologie, Humangeographie, weiteren kulturwissenschaftlichen Disziplinen oder in einem verwandten Fach nachweisen.

Durch den Hochschulabschluss gemäß Satz 1 müssen folgende Kenntnisse und Kompetenzen nachgewiesen werden: kulturwissenschaftliche Kenntnisse im Umfang von insgesamt mindestens 24 LP.

 

Weitere Zugangsvoraussetzungen für ein Masterstudium:

1)

Das Zugangs- und Zulassungsverfahren findet jeweils vor Beginn der Vorlesungszeit des Winter- und Sommersemesters statt. Die Bewerbung erfolgt über das elektronische Bewerbungsportal der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität. Bewerber*innen müssen folgende Bewerbungsunterlagen einreichen/elektronisch hochladen:

1. a) Nachweis über das Vorliegen eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses. Liegt zum Zeitpunkt der Bewerbung noch kein Abschlusszeugnis vor, so muss ein vorläufiges Zeugnis eingereicht werden, in das mindestens die Noten der ersten fünf Semester und mindestens 132 LP eingetragen sind. Wird kein vorläufiges Zeugnis von der Hochschule erstellt, genügt das zum Zeitpunkt der Bewerbung aktuelle Transcript of Records. Das Abschlusszeugnis ist im Falle der Zulassung bei der Einschreibung vorzulegen.

1. b) Nachweis über erbrachte Studien- und Prüfungsleistungen.

 

2) Der Antrag auf Zulassung ist abzulehnen, wenn er nicht fristgemäß eingeht. Der Antrag kann abgelehnt werden, wenn die Unterlagen unvollständig sind.

Unterrichtssprache: Deutsch und Englisch.

Für Bewerber*innen mit einer anderen Erstsprache als Deutsch wird die Beherrschung der deutschen Sprache mindestens auf Niveau B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) vorausgesetzt.

Für das Studium der Kulturanthropologie werden Kenntnisse der englischen Sprache im Umfang von mindestens drei Schuljahren oder von entsprechenden, aufeinander aufbauenden Sprachkursen an Universitäten oder Sprach- und Kulturinstituten (CEF-Niveau: B2) gemäß des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) empfohlen.

Empfehlungen:

Für das Studium des M.A. Transkulturelle Studien/Kulturanthropologie werden Kenntnisse in Methoden und Theorien der empirischen Sozialforschung in einem Umfang von mindestens 12 LP von den vorgegeben 24 LP empfohlen.

Für das Wahlpflichtmodul „Rheinische Sprachforschung“ werden Kenntnisse im Bereich der Linguistik empfohlen.

Für das Studium der Wahlpflichtmodule der Altamerikanistik/Ethnologie und der North American Studies wird zudem die Beherrschung der englischen Sprache mindestens auf Niveau B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GeR) empfohlen.

Ansprechpartner in Studiengangsfragen

AR Sabine Geißdorf

Studiengangsmanagement Kulturanthropologie

Abteilung für Kulturanthropologie/Volkskunde

Am Hofgraten 22| 4. OG (R. 4.004)

Telefon 0049 (0) 228 73 7617

Bürozeiten: Mi, 14-19 Uhr; Do, 13-17 Uhr

E-Mail s.geissdorf@uni-bonn.de

 

Sprechzeiten nach Vereinbarung

Ansprechpartner bei Fragen zum Bewerbungsverfahren siehe Prüfungsamt.

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