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Leitfaden zur Anwesenheitspflicht

Einleitende Bemerkungen

Eine generelle Anwesenheitspflicht für alle Lehrveranstaltungen darf in den Bachelor- und Master-Prüfungsordnungen nicht mehr festgelegt werden. Daraufhin hatte die Philosophische Fakultät bereits im Jahr 2011 für die Bachelor- und Master-Prüfungsordnungsversionen von 2006 bis 2010 eine Einschränkung der Anwesenheitsregelung auf bestimmte Veranstaltungsformen beschlossen. Für die aktuellsten Versionen der Prüfungsordnungen (2012) wurde die Möglichkeit genutzt, präzisierte und differenziertere Regelungen, wie sie unten beschrieben werden, zu treffen.

Grundsätzlich gilt: Dort, wo die Anwesenheitspflicht den unten beschriebenen Regelungen entsprechend in Lehrveranstaltungen kontrolliert werden darf, ist

  1. von den Instituten spätestens zu Beginn des jeweiligen Semesters (Beginn der Vorlesungszeit) über das elektronische Vorlesungsverzeichnis darüber zu informieren;
  2. zu beachten, dass die Kontrolle der regelmäßigen Anwesenheit formal der Erbringung von Studienleistungen als Prüfungsvorleistungen entspricht, d.h. im Fall von zu vielen Fehlstunden darf der betroffene Studierende nicht zur Modulabschlussprüfung zugelassen werden.

In Vorlesungen darf die Anwesenheitsregelung grundsätzlich nicht angewandt werden. Vielmehr muss sich diese Regelung auf solche Lehrveranstaltungsformen beschränken, für welche plausibel begründet werden kann, dass die für das jeweilige Modul, zu dem diese Lehrveranstaltungen gehören, definierten Qualifikationsziele nicht anders als über eine regelmäßige Anwesenheit erreicht werden können.

Studiengänge der Prüfungsordnungsversionen 2006-2010

Für alle Bachelor- und Master-Studierenden, die vor dem WS 2012/13 eingeschrieben waren und somit unter den Regelungen der Prüfungsordnungsversionen von 2006 bis 2010 studieren, gilt hinsichtlich der Anwesenheitspflicht der Fakultätsratsbeschluss vom 23.11.2011, demzufolge im Veranstaltungstyp Seminar oder Übung in Modulen mit der Modulprüfungsleistung ‚Hausarbeit‘ (bzw. ‚Seminarprüfung‘) Anwesenheitspflicht besteht.

Studiengänge der Prüfungsordnungsversionen 2012

Für alle Studierenden, die sich zum Wintersemester 2012/13 neu in Studiengänge der Philosophischen Fakultät eingeschrieben haben, gelten die Regelungen der Bachelor- und Master-Prüfungsordnungsversionen von 2012 (Bachelor-Prüfungsordnung vom 14.06.2012, Amtliche Bekanntmachung Nr. 21/2012; Master-Prüfungsordnung vom 13.07.2012, Amtliche Bekanntmachung Nr. 27/2012).

§ 11, Abs. 6 der Prüfungsordnungen in der Version von 2012 regelt das Prinzip der Anwesenheit wie folgt:

„In Lehrveranstaltungen (mit Ausnahme von Vorlesungen), in denen das Qualifikationsziel nicht anders erreicht werden kann, kann der Prüfungsausschuss auf Antrag eines Lehrenden oder Modulbeauftragten die regelmäßige/ erfolgreiche/ aktive Teilnahme als Voraussetzung für die Zulassung zur Modulprüfung festlegen. Dabei ist zu definieren, wann eine regelmäßige/ erfolgreiche/ aktive Teilnahme vorliegt. Der Antrag des Lehrenden ist spätestens 10 Tage vor der letzten regulären Sitzung des Prüfungsausschusses in dem der Lehrveranstaltung vorausgehenden Semester bei der Geschäftsstelle einzureichen. Der entsprechende Beschluss des Prüfungsausschusses ist gemäß § 6 Abs. 7 bekanntzugeben“.

Diese Bekanntgabe erfolgt spätestens zu Beginn der ersten Vorlesungswoche eines Semesters über das elektronische Vorlesungsverzeichnis.

Darüber hinaus können die studiengangspezifischen Bestimmungen konkrete Angaben zur Anwesenheitspflicht in bestimmten Lehrveranstaltungen machen. In diesen Fällen ist vom Fach kein Antrag zur Anwesenheitspflicht einzureichen.

Der Prüfungsausschuss für die Bachelor- und Masterstudiengänge hat zu Beginn des Wintersemesters 2012/13 die ‚regelmäßige Anwesenheit‘ in Lehrveranstaltungen wie folgt definiert:

„Von regelmäßiger Anwesenheit ist dann zu sprechen, wenn der Studierende in einer Lehrveranstaltung im Umfang von 2 SWS nicht mehr als zwei Sitzungen und in einer Lehrveranstaltung im Umfang von 4 SWS nicht mehr als vier Sitzungen versäumt hat. Für Blockveranstaltungen gilt: Es dürfen nicht mehr als 20% der Unterrichtszeit versäumt werden.“

 

Regelungen im Institut IX

Studierende in Studiengängen des Instituts IX nach alter Prüfungsordnungsversion (Kommunikationswissenschaften, Sprachlernforschung, Medienkommunikation und Master Medienwissenschaft) müssen beachten, dass hier der Prüfungsausschuss genehmigt hat, dass aus Gründen der Konsistenz die neuen Regelungen zur Anwesenheitspflicht, wie sie in den studiengangspezifischen Bestimmungen der Prüfungsordnungsversion 2012 formuliert sind, auch für die alten Studiengangsmodelle Anwendung finden (im alten BA-Begleitfach Musikwissenschaft gilt dies nur für Modul M4 - 'Musik in intermedialen Zusammenhängen').

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