Konfliktbewältigung im transkulturellen Vergleich erforschen
Wie werden Konflikte in verschiedenen Kulturen beigelegt? Das GRK „Versöhnung und ihre Äquivalente im transkulturellen Vergleich“ zielt darauf ab, Konzepte, Strategien und Praktiken von Versöhnung systematisch zu erforschen. Dabei sollen sowohl europäische als auch außereuropäische Kulturen in den Blick genommen werden. Die Hypothese ist, dass mit Versöhnung und ähnlichen Konzepten jeweils ein Reaktions- und Strategierepertoire bereitgestellt wird, durch das Konfliktsituationen entschärft und – im besten Fall – überwunden werden können. Für den transkulturellen Vergleich sollen verschiedene Bedingungsfaktoren von Versöhnung herangezogen werden, wie etwa soziale Aushandlungsprozesse, Verfahren der Konfliktlösung oder auch Wert- und Normsysteme.
Wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Relevanz
Fragen nach Versöhnung, Konfliktbewältigung und sozialem Zusammenhalt prägen gegenwärtig gesellschaftliche Debatten weltweit – von politischen Polarisierungen über historische Aufarbeitungsprozesse bis hin zu den Folgen von Krieg, Gewalt und Migration. Das neue Graduiertenkolleg greift diese Herausforderungen auf und verbindet geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Perspektiven zu einem interdisziplinären Forschungsprogramm von hoher wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz. Damit leistet das Kolleg einen innovativen Beitrag zu einem vertieften Verständnis gesellschaftlicher Verständigungsprozesse in historischer und globaler Perspektive.
Für die Philosophische Fakultät bedeutet die Einrichtung des Kollegs zudem einen wichtigen strategischen Erfolg: Sie stärkt die fakultätsübergreifende Zusammenarbeit, fördert die internationale Sichtbarkeit der Forschung und schafft attraktive Rahmenbedingungen für die Ausbildung einer neuen Generation von Wissenschaftler*innen.
Weitere Informationen finden sich auf der Seite des Graduiertenkollegs, auf der u.a. Konzept, Qulifizierungsprogramm und Beteiligte ausführlich vorgestellt werden.