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Philosophische Fakultät

Sonderforschungsbereich „Macht und Herrschaft“

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Die Philosophische Fakultät freut sich außerordentlich über die erfolgreiche Einwerbung des Sonderforschungsbereichs „Macht und Herrschaft“ (SFB 1167) und gratuliert dem Sprecher Prof. Dr. Matthias Becher sowie allen beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu diesem herausragenden Erfolg.

Mit 15 beteiligten Fächern aus insgesamt sieben Instituten der Fakultät wird einerseits die große Bandbreite dieses Sonderforschungsbereichs deutlich, andererseits aber auch die sehr fruchtbare Anknüpfungsfähigkeit der Fächervielfalt an der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn.

Unter dem Eindruck weltweit zunehmender Verflechtung und Vernetzung in nahezu allen Lebensbereichen liegt der Fokus vieler geschichts- und kulturwissenschaftlicher Betrachtungen auf der sogenannten Moderne. In den letzten Jahren hat sich jedoch gezeigt, dass die unter dem Stichwort ‚Globalisierung‘ subsumierten Prozesse ohne eine Analyse der überkommenen politisch-gesellschaftlichen Organisationsformen nicht adäquat verstanden werden können. Eminente Bedeutung kommt vor allem den transkulturellen sowie transepochalen Analysekategorien ‚Macht‘ und ‚Herrschaft‘ zu. Der SFB 1167 widmet sich daher dezidiert vormodernen Konfigurationen von Macht und Herrschaft in Asien, Europa und dem nördlichen Afrika in transkultureller Perspektive.

Integraler Bestandteil der geplanten phänomenologischen Beschreibung ist das Offenlegen der Interdependenz von ‚gelebter‘, faktisch etablierter Ordnung auf der einen und ihrer Wahrnehmung, Darstellung und Kommentierung auf der anderen Seite. Dabei soll der bislang ubiquitäre Eurozentrismus bei der Beschäftigung mit Macht und Herrschaft überwunden oder zumindest nivelliert werden, indem die Grenzen, die die im europäischen Wissenschaftsbetrieb entstandenen Fachkulturen gesetzt haben, in Frage gestellt werden und stattdessen ein transkultureller Ansatz zur Beschreibung von Macht und Herrschaft erarbeitet wird. Die untersuchten Kulturräume werden dabei nicht als monolithische Einheiten betrachtet, sondern als hybride Gebilde, die stets vielseitigen Einflüssen unterworfen sind und selbst Impulse zu Veränderungen geben.

Das Ziel des SFB 1167 ist es, zu einer möglichst umfassenden Phänomenologie von vormoderner Macht und Herrschaft zu gelangen.

SFB 1167 „Macht und Herrschaft“: Übersicht über die teilnehmenden Fächer und die jeweiligen Teilprojektleiter

Prof. Dr. Mechthild Albert Romanistik
Prof. Dr. Matthias Becher (Sprecher) Mittelalterliche Geschichte
Prof. Dr. Jan Bemmann Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie
Timo Bremer, M.A. Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie
Prof. Dr. Elke Brüggen Germanistische Mediävistik
Prof. Dr. Stephan Conermann Islamwissenschaft
Linda Dohmen, M.Phil. Mittelalterliche Geschichte
Prof. Dr. Dittmar Dahlmann Osteuropäische Geschichte
Jun.-Prof. Dr. Irina Dumitrescu English Medieval Studies
Prof. Dr. Ralph Kauz Sinologie
Prof. Dr. Karina Kellermann Germanistische Mediävistik
Prof. Dr. Konrad Klaus Indologie
Prof. Dr. Ludwig Morenz Ägyptologie
Prof. Dr. Eva Orthmann Islamwissenschaft
PD Dr. Alheydis Plassmann Rheinische Landesgeschichte
PD Dr. Christian Schwermann Sinologie
Prof. Dr. Peter Schwieger Mongolistik und Tibetstudien
PD Dr. Detlev Taranczewski Japanologie und Koreanistik
Prof. Dr. Konrad Vössing Alte Geschichte
Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck Kunstgeschichte

 

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